Jörg Eisele

Mitglied der AG Reform des Allgemeinen Teils des StGB

Kurzvita

Jörg Eisele (Jahrgang 1969) studierte von 1991 bis 1995 Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen, legte dort das 1. Juristische Staatsexamen ab und promovierte im Jahre 1997 mit einem zivilrechtlichen Thema. Von 1997 bis 1999 folgte das Rechtsreferendariat am LG Tübingen und das 2. Juristische Staatsexamen in Stuttgart. Von 1995 bis 1999 war er Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht von Prof. Dr. Ulrich Weber und von 1999 bis 2003 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik von Prof. Dr. Fritjof Haft. 2003 wurde er mit der Schrift „Die Regelbeispielsmethode im Strafrecht“ habilitiert. Nach Lehrstuhlvertretung im selben Jahr wurde er 2004 auf eine Professur für Strafrecht an der Universität Konstanz berufen. Nach Ablehnung von Rufen an die Universitäten Augsburg (2006) und Bayreuth (2010) nahm er 2013 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Straf- und Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Computerstrafrecht an der Universität Tübingen an und übernahm zugleich die Leitung der Forschungsstelle für Europäisches Straf- und Strafprozessrecht (gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Dres. h.c. Kristian Kühl). Jörg Eisele ist u.a. Redakteur der ZStW, Ständiger Mitarbeiter der Rechtsprechungsübersicht der JuS, Stv. Vorsitzender der Deutschen Landesgruppe der AIDP und Stv. Vorsitzender der Lebendspendekommission der Bezirksärztekammer Südwürttemberg. Er war zudem in verschiedenen Untersuchungsausschüssen und Gesetzgebungsverfahren als Gutachter tätig. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied der Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts des BMJV. Zu seinen Schwerpunkten gehören neben der Dogmatik des AT und BT (u.a. verschiedene Lehrbücher und Kommentierungen im Schönke/Schröder) , das Europäische Strafrecht (insb. Kommentierung Art. 82 bis Art. 86 AEUV), das Wirtschaftsstrafrecht (insb. Betrug, Untreue, Straftaten gegen den Wettbewerb sowie Korruptionsstrafrecht), das Arbeitsstrafrecht (insb. § 266a StGB sowie Überwachungsmaßnahmen in Unternehmen), das Medien- und Computerstrafrecht (insb. §§ 201 a ff. StGB sowie Datenschutzstrafrecht) sowie das gesamte Sexualstrafrecht.